„Warum riecht der Wald nach dem Regen so gut?"
Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch und schreibe an meinen nächsten Blogbeitrag, zum Nachdenken blicke ich nach draußen und sehe all die kleinen durchsichtigen Tropfen auf die Erde fallen. Es regnet, da kommt mein Beitrag zum Thema „Warum riecht der Wald nach dem Regen so gut?“ gerade recht. Sofort entsteht vor meinem inneren Auge der Wald. Ich liebe ihn einfach und viele von uns kennen auch diesen herrlichen, frischen Duft im Wald, wenn es geregnet hat. Ich persönlich nehme einen extra tiefen Atemzug, sehr oft auch zwei oder drei. Aber was ist das eigentlich, was mir da so Unerklärliches in die Nase steigt?
Ganz einfach: Es sind die „Terpene“, das „Geosmin“ und vielleicht auch etwas „Ozon“. Terpene sind ätherische Öle, die Pflanzen bei Trockenheit in ihren Blättern und im Boden einlagern. Tja, die Pflanzen lagern ätherische Öle ein, ich Wasser in den Beinen. Fällt dann endlich Regen, werden die ätherischen Öle freigesetzt und steigen in die Luft auf, beziehungsweise in meine Nase. Das ist quasi der „Wald-Anteil“ an diesem besonderen Duft.
Dazu kommt Geosmin, eine Verbindung, die von winzigen Bodenbakterien produziert wird. Sie sorgt für den erdigen, fast schon süßlichen Unterton, den wir im Duft wahrnehmen.
Und manchmal, wenn zuvor ein Gewitter mit Blitzen dabei war, mischt sich noch eine Spur Ozon mit hinein, der dann für einen leicht metallischen Hauch in der Luft sorgt.
Zusammen ergibt das den Geruch, der auch Petrichor genannt wird: kein einzelner Stoff, sondern ein Zusammenspiel aus mehreren kleinen Bausteinen, das genau dann entsteht, wenn Regen auf trockene Erde trifft.
Wenn du das nächste Mal mit deiner Lieblingsperson in den Wald gehst und es wieder so frisch nach Regen riecht, dann sag nicht „Oh, riecht das frisch hier“, sondern „Oh, riecht das heute wieder herrlich nach Petrichor“, dann weißt du wenigstens, wovon du sprichst. 😉