Rezept/ Naturkosmetik
Zutaten:
- 1 Bund frischer Rosmarin (oder 3–4 EL getrockneter Rosmarin)
- 500 ml Wasser (destilliert hält länger, siehe unten)
Zubereitung:
- Wasser zum Kochen bringen
- Rosmarin zugeben, 10–15 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen (die Blätter dürfen nicht braun werden)
- Mit Deckel vollständig abkühlen lassen
- Durch ein feines Sieb abseihen
- In dunkle Glasflaschen (idealerweise mit Sprühkopf) abfüllen
Nach dem Waschen wird es zum kleinen Ritual: Das Haarwasser auf die feuchte oder trockene Kopfhaut sprühen und mit den Fingerspitzen sanft einmassieren, abspülen musst du nicht, es zieht einfach ein. Wenn du magst, gönnst du dir das sogar täglich.
In der Volksheilkunde hat Rosmarin einen festen Platz, wenn es um die Kopfhaut geht: Man sagt ihm nach, die Durchblutung anzuregen, und viele schwören darauf, dass ihr Haar sich dadurch voller und glänzender anfühlt. Ob das auch bei dir so ist? Am ehesten findest du das selbst heraus, wenn du es ein paar Wochen lang ausprobierst.
Im Kühlschrank hält sich dein Haarwasser mit Leitungswasser etwa 1–2 Wochen, mit destilliertem Wasser eher 2–3 Wochen. Ein Schuss Apfelessig schenkt ihm noch ein bisschen mehr Zeit.
Bevor du startest: Wie bei jeder Pflanzenanwendung auf der Haut lohnt sich vorab ein kleiner Verträglichkeitstest, z.B. an der Innenseite des Handgelenks. Bei bekannten Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte) oder einer empfindlichen, gereizten Kopfhaut würde ich vorher lieber einmal kurz mit einer Hautärztin oder einem Heilpraktiker sprechen, statt einfach drauflos zu sprühen. Wer gegen Pflanzen aus der Lippenblütler-Familie (z.B. Lavendel, Salbei, Thymian) allergisch reagiert, sollte bei Rosmarin ebenfalls vorsichtig sein. In der Schwangerschaft und Stillzeit gilt: lieber erst Rücksprache halten, bevor Rosmarin äußerlich intensiver zum Einsatz kommt.
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